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Befristete Arbeitsverträge: Das ist wichtig

cc by flickr/ Uncleweed

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Der Europ√§ische Gerichtshof hat in diesen Tagen entschieden, dass eine mehrfache Verl√§ngerung von befristeten Arbeitsvertr√§gen nicht gegen EU-Recht verst√∂√üt. Wichtig sei jedoch ein sachlicher Grund. Man k√∂nne nicht grunds√§tzlich den Abschluss von unbefristeten Vertr√§gen verlangen, nur weil ein Unternehmen immer wieder Vertretungskr√§fte brauche. Dies m√ľssten die nationalen Beh√∂rden entscheiden.

In dem konkreten Fall ging es um eine Frau, die von 1996 bis 2007 beim Amtsgericht K√∂ln t√§tig war und dabei 13 befristete Vertr√§ge erhalten hatte. Sie wurden immer wieder f√ľr vor√ľbergehend fehlende Kollegen eingesetzt. Nach dem Urteil der EU-Richter will sie in Deutschland wieder auf Festanstellung klagen.

Arbeitnehmer mit befristeten Vertr√§gen sollten grunds√§tzlich ihre Rechte kennen. Wie bereits erw√§hnt, ist f√ľr eine h√§ufigere Verl√§ngerung der Sachgrund entscheidend. Dies w√§re zum Beispiel eine Schwangerschaftsvertretung oder die Bindung an ein bestimmtes Projekt. Unzul√§ssig ist eine Befristung, wenn man eine andere T√§tigkeit als den im Vertrag festgelegten Sachgrund aus√ľbt. Erledigt man zum Beispiel ganz andere Arbeiten als die schwangere Kollegin, ist die Befristung nicht zul√§ssig. Zudem muss die Befristung stets schriftlich erfolgen und man darf erst nach dem Unterschreiben des Vertrags anfangen. Die Klagefrist in diesem Fall endet √ľbrigens drei Wochen nach dem Ende des befristeten Vertrags!

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