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Archiv für August, 2012

Wenn der Manager nicht feuern darf

25. August 2012 Keine Kommentare

cc by fotopedia / randy_stewart

Deputy Facility Manager, House Cleaning Serviceman, Business Developer, diese und andere Bezeichnungen trifft man im deutschen Arbeitsleben immer öfter an. Was der Grund dafĂŒr ist, dass viele Berufsbezeichnungen klingen als hĂ€tte ihr TrĂ€ger sie aus einem englischen Lexikon ausgewĂ€hlt, kann nur vermutet werden. Die BefĂŒrworter nennen es eine unumgĂ€ngliche Anpassung an internationale Bezeichnungen, die Kritiker nennen es Verschleierung tatsĂ€chlicher ArbeitsverhĂ€ltnisse. Dass die Umbenennung deutscher Personalbegriffe umstritten ist, ist eindeutig. Dass sich unnĂŒtze Wortneuschöpfungen auch auf ArbeitsablĂ€ufe auswirken können, ist sogar bewiesen.

Unwirksame KĂŒndigung wegen englischer Bezeichnung

Ein Urteil des Landesarbeitsgerichtes Mecklenburg-Vorpommern vom 28.02.2012 bestĂ€tigt, dass bei einer vorliegenden englischen Berufsbezeichnung, auf das Unterschreiben des KĂŒndigungsbriefes mit jener verzichtet werden. Im vorliegenden Fall hat ein Contact Center Manager die KĂŒndigung einer Mitarbeiterin mit eben diesem Titel unterzeichnet. Die vermeintlich Gefeuerte wusste aber nicht wer oder was der Contact Center Manager war, was sie dazu veranlasst hat, die KĂŒndigung zurĂŒckzuweisen. BegrĂŒndung fĂŒr dieses Verhalten war die Tatsache, der Contact Center Manager hĂ€tte kein Recht, Mitarbeiter zu entlassen, und damit sei die KĂŒndigung hinfĂ€llig.
Das Landesarbeitsgericht Mecklenburg-Vorpommern teilte die Ansicht der Mitarbeiterin. So sei der Contact Center Manager in seiner Position als Niederlassungsleiter zwar durchaus dazu berechtigt, Mitarbeitern die KĂŒndigung auszusprechen, diese KĂŒndigung mĂŒsse aber auch korrekt erfolgt. Korrekt wĂ€re es, Mitarbeiter als Niederlassungsleiter zu kĂŒndigen. Werden die Mitarbeiter von einem ihnen nicht bekannten Contact Center Manager gekĂŒndigt, brĂ€uchten diese nicht darauf einzugehen.

Im Zweifelsfalle besser Deutsch verwenden

Auch die 19. Kammer des Arbeitsgerichtes Berlin teilt diese Ansicht. Im vorliegenden Fall hatte ein Assistant Store Manager in einem Versandhaus, sprich: ein stellvertretender Filiallleiter, einen Mitarbeiter gekĂŒndigt. Das Gericht setzte die KĂŒndigung außer Kraft, mit der BegrĂŒndung, dass Amts- und gerichtssprache Deutsch sei. Wer also kĂŒndigen will, sollte im Zweifel besser die deutsche Bezeichnung seiner Position verwenden. Wer dennoch Englisch benutzen will, sollte eine Vollmacht beifĂŒgen, in welchem ihm ausdrĂŒcklich das KĂŒndigungsrecht zugestanden wird.

Jobtipps: Die drei unnötigsten Fehler in der Bewerbungsphase

16. August 2012 Keine Kommentare

cc by flickr/ DATEV eG

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Kaum eine Entscheidung ist so schwerwiegend und mit so weitreichenden Folgen verbunden, wie die Entscheidung fĂŒr einen bestimmten Job. Standort, Gehalt, Karrierechancen und die richtige Work-Life Balance geben den Ausschlag fĂŒr attraktive und weniger attraktive Stellenangebote.
Bevor der Vertrag fĂŒr den neuen Job unterschrieben wird, muss aber erst die Bewerbungsphase durchlaufen werden.
Hier sind die drei unnötigsten FettnÀpfchen, die leider immer wieder vorkommen, aber leicht vermieden werden können.

1) Bewerbung: “schnauzebaer223@hotmail.com”
Ein nicht geringer Prozentsatz von Online-Bewerbungen wird von Email-Accounts abgeschickt, die wenig SeriositĂ€t aufweisen. Eine Bewerbung fĂŒr eine Management-Position von “schnauzebaer23@hotmail.com” erweckt schon im Vorfeld einen eklatant schlechteren Eindruck als eine Bewerbung von “max.mustermann@beispiel.de”. Richten Sie sich eine Email-Adresse mit Ihrem realen Namen ein, bevor Sie Bewerbungen verschicken.

2) Voicemail-Message: “Hallo? Hallooo?”
Wann haben Sie zum letzten Mal Ihren Voicemail-Text angehört? Bevor Sie ihre private Handynummer auf Ihrem Bewerbungsschreiben angeben, sollten Sie Ihre Voicemail nochmals auf Herz und Nieren prĂŒfen. Spaß-Texte und weißes Rauschen haben in der Bewerbungsphase nichts verloren. Nehmen Sie einen neuen Voicemail-Text mit Ihrem Namen auf, falls die derzeitige Ansage zu unseriös erscheint.

3) Bewerbungsschreiben: “Ich hbae mit grßoem Intresse…”
Kaum etwas erweckt so schnell einen schlechten Eindruck, wie eine Bewerbung voller Rechtschreibfehler. Jedes grĂ¶ĂŸere Textverarbeitungsprogramm hat eine RechtschreibprĂŒfung, die Fehler in Sekundenschnelle anzeigt. Nutzen Sie die RechtschreibprĂŒfung und geben Sie Ihre Bewerbung im besten Fall noch einer weiteren Person zur Durchsicht. KĂŒrzen Sie Ihr Bewerbungsschreiben und Ihren Lebenslauf in diesem Schritt auch gleich auf eine ertrĂ€gliche LĂ€nge. Verleger interessieren sich fĂŒr Romane, Recruiter leider nicht.

Ihre Email-Adresse ist legitim, Ihre Voicemail seriös und Ihr Bewerbungsschreiben sowieso lupenrein?
Machen Sie den nĂ€chsten Schritt und suchen Sie nach Ihrem Traumjob auf Locanto Stellenangebote – einer Jobplattform mit ĂŒber einhunderttausend Stellenangeboten aus allen Branchen in Deutschland. Durch die lokale Suche können Sie den gewĂŒnschten Job – ob Nebenjob oder Management Position – einfach und schnell in ihrer NĂ€he finden und sind Ihrem nĂ€chsten Job einen Schritt nĂ€her.

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Das Bo fĂŒr die perfekte Berufswahl

14. August 2012 Keine Kommentare

Na Hallo! – Kann ich da nur sagen. ZufĂ€llig bin ich auf das echt coole, motivierende Video gestoßen. Guter Sound kombiniert mit angenehmer Stimme und das von der Bundesagentur fĂŒr Arbeit?

Na, da bin ich doch gleich mal neugierig geworden, was die denn eigentlich damit bezwecken wollen und habe mich auf deren Seite umgeschaut. Und da ging doch gleich die Post ab! Auf einem Blick war klar erkenntlich, dass hier die richtigen Informationen auf einer Webseite versammelt sind. Und noch besser: Nicht nur Infos, sondern auch eine Bewerbung in einem Camp wird angeboten, in welchem richtige Coaches meine StĂ€rken herausfinden. Wird auch Zeit, dass sich mal Profis um mich kĂŒmmern – mit den Lehrern hatte ich nicht so gute Erfahrungen, was meine Persönlichkeitsschulung betraf! NatĂŒrlich habe ich sofort die Bewerbung fĂŒr ein Camp in meiner NĂ€he online ausgefĂŒllt.


Da ich aber nicht sicher bin, ob ich vielleicht doch studieren soll, habe ich gleich mal online den “abi-powertest” gemacht. War nicht so ganz einfach, aber letztlich habe ich ihn geschafft. Das Blöde ist nur, wie bringe ich meine Eltern dazu mein Studium zu finanzieren? Immerhin sind sie Hartz-IV EmpfĂ€nger und zur Zeit nicht so richtig in Spenderlaune. Auch dafĂŒr hat sich das Arbeitsamt etwas einfallen lassen: Es gibt einen “Eltern-Button” auf der Seite. Der ist gleich rechts oben zum AuswĂ€hlen, wer man ist. Damit verĂ€ndert sich die Seite und der Inhalt wird etwas Eltern-gerechter ;-) Das heißt, ich schicke mal meine Eltern auf die Seite, mich selbst zum Camp und wahrscheinlich uns alle gemeinsam ins nĂ€chste Jobcenter – die Adressen dazu sind natĂŒrlich vorhanden.

Vorher schaue ich mir noch die Facebook-Seite von “Ich bin gut” an. Vielleicht haben andere Leute ja die gleichen Sorgen bzw. falls nicht, stelle ich gleich ein paar Fragen an das Team! Hihi, ein Echt-Test sozusagen, bevor ich mit Ihnen persönlich in Kontakt trete.

Nebenbei höre ich mir noch ein paar Mal das Video an, um mit der richtig motivierten Power spĂ€ter mit meinen Eltern zumindest fĂŒr uns einmal meine nĂ€chsten Schritte hinein ins Leben zu planen.