
cc by flickr/ DATEV eG
In der Vergangenheit wurde uns immer wieder beigebracht, dass man einen Lebenslauf chronologisch führt, das heißt man beginnt mit der Schulausbildung und zeichnet dann systematisch seinen Werdegang bis zur aktuellen Situation auf. Dies muss jedoch heutzutage nicht mehr so sein!
Vermehrt raten Experten allen, die sich um eine neue Stelle bewerben, den Lebenslauf mit dem aktuellen Job zu beginnen. Hier sollte man auch konkreter als bei den vergangenen Tätigkeiten werden. Neben Name und Sitz der Firma und der Position, die man dort inne hat oder hatte, sollte man in wenigen Sätzen näheres über die Schwerpunkte der Arbeit verlieren.
Danach kann man rückwärts seine Karriere darstellen. Dies macht durchaus Sinn, denn die meisten Arbeitgeber wollen nicht zu Beginn sehen, wo man zur Schule gegangen ist oder seine ersten Gehversuche auf dem beruflichen Parkett gemacht hat, sondern was man jetzt für Qualifikationen hat.
Einzige Ausnahmen bilden zum Beispiel Lebensläufe von allen, die noch jung sind und gerade erst die Schule oder die Ausbildung abgeschlossen haben, und von jenen, die länger arbeitslos sind. Hier sollte man den Lebenslauf nicht unbedingt mit dem Verlust des Jobs starten.

cc by flickr/ The CV Inn
In eigentlich fast allen Vorstellungsgesprächen werden Bewerber dazu aufgefordert, etwas über sich zu erzählen. Dies meint nichts anderes, als dass man seinen Werdegang kurz darlegt. Die meisten gehen genau an diese Frage zu unbedarft heran. Seinen Lebenslauf kennt man doch, da muss man nichts vorbereiten…
Doch genau diese Einstellung führt dazu, dass so manch einer vor lauter Nervosität über diese Frage stolpert, sich verhaspelt oder das Wichtigste vergisst. Vor einem Bewerbungsgespräch sollte man also genau dieses Szenario üben.
Man stellt es sich am besten wie eine kleine Präsentation von einer Länge von gut drei Minuten vor, in der man kurz darüber referiert, was man gemacht hat und welche Kenntnisse man dabei erworben hat, die für die zukünftige Arbeit nützlich sein könnten. Letzteres sollte jedoch nur nebenbei erwähnt werden. Am wichtigsten sind die einzelnen Stationen, die man möglichst anschaulich und nicht zu verkrampft darstellen sollte.
In einem Vorstellungsgespräch können immer unerwartete Fragen und Situationen vorkommen, daher sollte man sich doch unbedingt auf die vorbereiten, wo man schon weiß, dass sie kommen. Dies gibt einem gleich mehr Sicherheit.

Weisse Bluse passt immer
Vor einem so wichtigen Termin, wie einem Bewerbungsgespräch, ist es von wesentlicher Bedeutung den ersten Eindruck so optimal wie möglich zu gestalten. Schließlich entscheidet der Verlauf des Gespräches über die Zukunft des Betroffenen.
“Kleider machen Leute” trifft wohl auch in diesem Bereich zu. Die Kleidung und das äußere Erscheinungsbild tragen letztendlich viel zum Erfolg beziehungsweise Misserfolg des Gespräches bei. Der Sinn eines Bewerbungsgespräches liegt darin, dass beide Parteien sich gegenseitig kennenlernen und die Möglichkeiten haben, zu erfahren, ob man zusammen arbeiten möchte. Der Personalverantwortliche möchte sich vor allem ein Bild vom Bewerber machen und ihn persönlich kennenlernen. Hierbei ist er sehr daran interessiert zu erfahren, ob er in der Lage ist, die Firma angemessen zu repräsentieren. Der Bewerber drückt über die gut überlegte Auswahl seiner Kleidung und ein gepflegtes Äußeres seine Wertschätzung gegenüber dem Gesprächspartner aus. Wer hier selber wenig Wert drauf legt oder einen schlechten Eindruck hinterherlässt, hat seine zuvor guten Chancen auf einen Job oder Ähnliches meist bereits nach dem ersten Eindruck verspielt.
Oberste Priorität sollte für den Bewerber jedoch grundsätzlich sein, gepflegt und sauber zu erscheinen und dabei möglichst neutral zu riechen. Die Schuhe, sowie die Kleidung sollten immer ordentlich (gebügelt) und sauber sein. Es gibt keine allgemeingültigen Regeln für das richtige Outfit beim Vorstellungsgespräch, weil in jedem Bereich unterschiedliche Voraussetzungen herrschen, denen sich der Bewerber stets anzupassen hat. Aber grundsätzlich gilt Folgendes:
Der Bewerber sollte immer berücksichtigen, was am besten zur angestrebten Stelle passt. Die Kleidung sollte hierbei nicht sehr stark von dem abweichen, was während der Ausbildung oder während des Berufes getragen wird. Meist ist aber Anzug und Hemd sowie Blusen im Herbst bei den Damen für Bürojobs passend.
Tattoos und Piercings wirken sich meist negativ auf den Personalverantwortlichen aus. Falls der Bewerber also Ähnliches tragen sollte, wäre es von Vorteil darauf zu achten, dass diese während des Gespräches nicht sicherbar sind.
Man sollte sich bei längerer Anreise ruhig ein zweites Hemd oder Ähnliches mitnehmen, keinen Alkohol trinken oder unmittelbar vor dem Gespräch rauchen.
Das wichtigste in einem Bewerbungsgespräch ist jedoch, dass sich der Bewerber in seiner Kleidung wohl fühlt. Ungewohnte oder schlecht sitzende Kleidung wirkt sich negativ auf das eigene Selbstbewusstsein aus, was der Gegenüber sofort merkt.

cc by flickr/ Wolfgang Lonien
Wohl fast alle haben an ihrem Arbeitsplatz mit Menschen zu kämpfen, mit denen sie nicht wirklich gut klarkommen. Bewirbt man sich nach solchen Erfahrungen für eine neue Stelle, sollte man beim Vorstellungsgespräch auf keinen Fall anfangen über seine alte Stelle, die Kollegen oder den Chef zu lästern.
Die Versuchung ist groß, auf die Frage nach dem Grund für den Berufswechsel oder dem Arbeitsklima am alten Arbeitsplatz, mit kleinen Sticheleien auf die bisherigen Erlebnisse zu antworten, vor allem wenn noch Nervosität mit ins Spiel kommt. Jedoch sollte man sich solche Bemerkungen unbedingt verkneifen.
Dies könnte einem nämlich schnell als wenig loyales und undankbares Verhalten ausgelegt werden. Besser ist es zu sagen, dass einem der alte Job gefallen habe, man sich jedoch nun weiterentwickeln wolle, was am alten Arbeitsplatz nicht möglich war.

Sportlich schicker Look
Wie so oft im Leben zählt der erste Eindruck und bei einem Bewerbungsgespräch gilt dies im Besonderen. Genauso wie Unpünktlichkeit ist schlampige oder unpassende Kleidung ein absolutes No-Go! Generell gilt natürlich, dass die Kleidung der Art des Bewerbungsgesprächs und der eigenen Persönlichkeit gerecht werden sollte. So ist bei einem Bewerbungsgespräch in einer Bank eine andere Kleiderauswahl zu treffen als beispielsweise bei einem Bauunternehmen oder wenn man in einem Handwerksbetrieb den
Einstellungstest machen soll. Dennoch selbst bei einem Bewerbungsgespräch in einem verarbeitenden Gewerbe ein ordentlicher Kleidungsstil erwünscht.
Männer
Für Männer bieten sich meist Anzüge an. Jedoch kann auch ein ordentliches Hemd genüge tragen, sofern es sich um keinen Job handelt, der Kundennähe und Diskretion fordert. Eine Stolperfalle ist die Krawatte, wer nicht in der Lage ist einen gut gebundenen Knoten zu machen, sollte sich hier helfen lassen. Auch bei der Auswahl der Krawatte können je nach eigenem Charakter und Art des Bewerbungsgesprächs noch einmal Akzente gesetzt werden. Natürlich muss das Outfit in einem einwandfreien Zustand sein. Falten oder gar Löcher oder ähnliches sind auf jeden Fall zu vermeiden. Für Männer stellt sich unter Umständen noch die Frage nach dem Bart. Grundsätzlich macht ein von Haaren befreites Gesicht einen klareren Eindruck. Gestik und Mimik spielen im Bewerbungsgespräch eine nicht zu unterschätzende Rolle. Jedoch kann auch ein entsprechend gekürzter Bart ein individuelles Markenzeichen sein und so die Bewerbung entsprechend unterstreichen.
Frauen
Für Frauen wird sich meistens die Frage stellen ob Rock oder Anzug. Der Hosenanzug hat vor allem praktische Vorteile. Er erspart das tragen hoher Absätze die gewisse Tücken bergen. Ein unsicherer Gang vermittelt einen enorm schlechten Eindruck, mit flachen Absätzen bleibt diese Stolperfalle erspart. Der Hosenanzug erspart außerdem Umstände beim Hinsetzen und Beine übereinanderschlagen. Eine andere Frage ist die, wie mit den Haaren verfahren werden soll. Nach zusammengesteckt oder offen? Zusammengebundene Haare strahlen grundsätzlich mehr Seriosität aus. Trotzdem sollte man beachten immer die eigene Persönlichkeit zu Tage zu fördern, es könnte gestellt wirken für eine Frau die die Haare meist offen trägt sie extra für ein Bewerbungsgespräch hoch zu stecken.