Archiv

Artikel Tagged ‘Burnout’

Ausgeruht einfach mehr schaffen

22. Juni 2012 Keine Kommentare

cc by flickr/ HARO Flooring - Parkett & Laminat

Guter und erholsamer Schlaf ist wichtig, ausgeruht und gestärkt lässt es sich am nächsten Tag wesentlich besser arbeiten. Doch gut und erholt zu schlafen ist nicht so einfach, wie es sich anhört.

Es gibt viele Menschen mit verschiedenen Schlafproblemen, dabei ist zu wenig Schlaf auf lange Sicht gesehen schädlich für die Konzentration, die Gesundheit und natürlich auch das allgemeine Wohlbefinden. Dies wirkt sich auch auf unsere tägliche Arbeit aus, daher arbeiten wir besser, wenn wir gut geschlafen haben.
Eine wichtige Rolle für guten Schlaf spielen unser Terminkalender und das tägliche Arbeitspensum sowie die richtigen Bettwaren. Dauerhaft zu lange Arbeitszeiten, täglich ausgebuchte Termine oder die falsche Matratze billig im Versandhaus gekauft gehören zu den größten Schlafkillern. Noch dazu kommt, dass wir abends im Bett den erlebten Tag verarbeiten. Oftmals führt das zu einem endlosen Gedankenkreisen, welches uns nicht schlafen lässt.

Es ist daher ratsam, Besorgungen Termine und Probleme tagsüber zu lösen, zu notieren oder zu besprechen. Das einsame Grübeln nachts raubt uns nur den Schlaf und hilft bei der Lösung der Probleme nicht weiter.
Wem dennoch nachts wichtige Einfälle kommen, der kann sich ein Notizbuch, einen Kalender und einen Stift neben das Bett legen und diese Einfälle schnell zu Papier bringen. Danach sollte aber Schluss sein und das Grübeln auf den nächsten Tag verschoben werden.

Ebenfalls wichtig für einen erholsamen Schlaf, ist der richtige Schlafrhythmus. Acht Stunden Schlaf pro Nacht braucht ein Erwachsener Mensch, diese Aussage hat sich in den Köpfen der Menschen eingebrannt, dabei gilt diese acht Stunden Regel bei weitem nicht für jeden.
Jeder Mensch ist anders, es gibt sogar Leute, die nach fünf Stunden Schlaf ausgeruht und erholt sind. Daher sollte Jeder seinen eigenen Schlafrhythmus finden, mit dem man den erholsamsten Schlaf bekommt. Aus diesem Grund sollte man auch nicht versuchen tagsüber verlorenen Schlaf nachzuholen oder am nächsten Morgen wesentlich länger schlafen, denn das könnte diesen empfindlichen Rhythmus stören.

Wer dennoch Probleme mit dem Einschlafen hat, sollte es einmal mit Entspannung versuchen, beruhigende Musik, eine Tasse Melisse Tee oder ein schönes Bad vor dem Schlafengehen, denn wer gut schläft, arbeitet besser.

Boreout: Gegenteil von Burnout

3. Februar 2012 Keine Kommentare
cc by flickr/ Uninen

cc by flickr/ Uninen

Es gibt wahre Volkskrankheiten, wobei man manchmal auch den Eindruck haben kann, dass aus einigen auch Modeerkrankungen werden. Burnout ist in unserer Gesellschaft ohne Frage weit verbreitet und wenn es einen richtig trifft, dann ist dies alles andere als ein Spaß. Dadurch, dass in den Medien so häufig darüber berichtet wurde, wird der Begriff Burnout jedoch leider immer inflationärer gebraucht. Jeder, der sich erschöpft fühlt, scheint auf einmal Burnout zu haben.

So stürzen sich nun die Medien auch auf das gegenteilige Phänomen. Das nennt sich dann Boreout (abgeleitet vom englischen Wort „boredom“ für Langeweile). Dieser Begriff bedeutet nicht etwa, dass man zu faul ist, sondern dass man in seinem Job schlichtweg unterfordert ist, was einen auf Dauer krank machen kann.

Arbeitet man zum Beispiel in einer Tätigkeit, die weit unter den eigenen Fähigkeiten ist, führt dies auf Dauer zu Frustration. Schiebt man tagtäglich nur Aktenberge von der einen auf die andere Seite, obwohl man eigentlich mehr machen könnte, belastet dies einen schnell. Ähnlich wie beim Burnout werden auch beim Boreout Symptome wie Antriebslosigkeit, Schlafstörungen und Niedergeschlagenheit genannt. Auch häufige Kopfschmerzen, Magenbeschwerden und Tinnitus können Warnsignale sein.

Unterforderung ist sicherlich ein ähnlich großes Problem in unserer Gesellschaft wie Überforderung. So manch einen trifft dies auch irgendwann mit voller Wucht und man leidet an den psychischen Folgen. Nur muss man wirklich aus allen Fällen gleich eine Krankheit machen?

KategorienBerufe Tags: ,

Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen nehmen immer mehr zu

22. April 2011 Keine Kommentare
cc by tigweb.org

cc by tigweb.org

Es ist eindeutig ein Phänomen unserer Zeit. Wir alle hetzen durch unser Leben und unseren Job. Dieser vermehrte Zeitdruck und der Stress machen immer mehr von uns krank. Die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt haben sich deutlich verschärft und so wird die meisten das Ergebnis einer aktuellen Studie des Wissenschaftlichen Instituts der Krankenkasse AOK nicht sonderlich überraschen.

Seit dem Jahr 1999 haben sich die Fehlzeiten aufgrund von psychischen Erkrankungen um sage und schreibe 80 Prozent erhöht! Sie machen jetzt schon zehn Prozent aller Ausfalltage aus, Tendenz weiterhin steigend.

Dieser Zeitdruck und der Stress im Berufsleben weitet sich meist auch auf die familiäre Situation aus, weshalb die meisten Menschen sowohl von der beruflichen als auch von der familiären Seite her ausbrennen.

Neben den Selbstständigen, die zur gefährdetsten Gruppe gehören, sind vor allem Frauen und Menschen in erzieherischen und therapeutischen Berufen von der Diagnose Burnout betroffen. Je älter man wird um so höher ist offenbar das Risiko auszubrennen. Wir müssen also endlich alle lernen in Sachen Beruf umzudenken. Parallel dazu müssten sich aber auch die Arbeitsbedingungen meist ändern!