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Artikel Tagged ‘Fachkr√§fte’

Blue Card: Fachkräfte aus dem Ausland nach Deutschland holen

9. Dezember 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ Alberta Advanced Education and Technology

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Schon l√§nger wird in Deutschland √ľber eine Neuregelung der Gehaltsschwellen f√ľr Fachkr√§fte aus Nicht-EU-L√§ndern diskutiert. Diese Woche hat das Bundeskabinett durch das Billigen eines Gesetzentwurfs die n√§chsten Schritte f√ľr die sogenannte Blue Card in die Wege geleitet. Damit will man dem Fachkr√§ftemangel in Deutschland vorbeugen.

In Zukunft soll f√ľr um die 60 Mangelberufe in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik, Informatik und Technik eine Gehaltsschwelle von 33.000 Euro j√§hrlich gelten. Ohne Vorrangpr√ľfung d√ľrfen Akademiker ab 44.000 Euro im Jahr angeworben werden. Nach drei Jahren erhalten sie eine unbefristete Niederlassungserlaubnis. Ein unbegrenztes Aufenthaltsrecht sollen die ausl√§ndischen Fachkr√§fte ab 48.000 Euro Einkommen im Jahr bekommen.

Aktuell liegt die Gehaltsschwelle f√ľr Fachkr√§fte aus Nicht-EU-L√§ndern noch bei 66.000 Euro. Akademiker aus Bulgarien und Rum√§nien sollen zuk√ľnftig auch ohne Arbeitserlaubnis nach Deutschland kommen k√∂nnen.

Karriere als IT-Fachkraft

24. Oktober 2011 Keine Kommentare

cc by flickr/ MrB-MMX

Angesichts der hohen Anforderungen an die IT-Fachkr√§fte steigt auch das Ausbildungsniveau im IT-Bereich. Der Trend geht zur H√∂herqualifizierung. So muss ein erfahrener IT-Spezialist, der beispielsweise √ľber IT Stellenangebote online eine Stelle sucht, sich auf dem Gebiet Betriebswirtschaft hervorragend auskennen. Aber auch Kenntnisse in ITIL, IT-Architektur sowie Kenntnisse auf dem Gebiet Datenbanken sind ebenfalls von enormer Bedeutung geworden. Ganz wichtig ist allerdings vielen Unternehmen neben den zahlreichen Soft-Skills auch ein entsprechendes Teamgeist, das jeder Bewerber mitbringen muss.

So erwarten Unternehmen bei der Wahl eines geeigneten Bewerbers in sechs von zehn Fällen ausreichende betriebswirtschaftliche Kenntnisse. Besonders das BWL-Fachwissen spielt bei vielen Unternehmen eine wichtige Rolle, wenn sie sich auf der Suche nach einem Projektmanager befinden.

Um eine Aussicht auf eine T√§tigkeit mit gro√üem F√ľhrungspotenzial zu haben, ist eine universit√§re Ausbildung ein Muss. So werden in √ľber 80 Prozent der ausgeschriebenen Stellen nach IT-Fachkr√§ften mit einem Hochschulabschluss gesucht. Dabei sind die Informatiker nach wie vor am gefragtesten. Die Anforderungen erstrecken sich √ľber fast alle T√§tigkeitsbereiche au√üer f√ľr den Bereich Vertrieb. Hier werden zumeist Wirtschaftswissenschaftler gesucht.

Jedoch spielt in den T√§tigkeitsbereichen in der F√ľhrungsebene, anders als es noch vor einiger Zeit der Fall war, der Doktortitel eine eher untergeordnete bis fast keine Rolle mehr.

Datenbank- und ITIL-Kenntnisse wichtig
Etwas zugenommen hat die Nachfrage im Bereich spezieller Kenntnisse, vor allem auf dem Gebiet Datenbanken, IT-Architektur und ITIL. Aber auch Programmierkenntnisse in Programmiersprachen Java, C, C++ und Programmierung mit Datenbanken werden vorausgesetzt. Weiter werden in etwa in sechs von zehn Fällen Kenntnisse im Umgang mit SAP-Programmierung sowie Erfahrung mit Windows, Linux und Oracle verlangt.

Fremdsprachen-Kenntnisse erweisen sich oft als vorteilhaft
Kenntnisse in mindestens einer Fremdsprache bringen ganz klaren Vorteil auf der Karriere-Leiter im IT-Bereich. Wobei hier die Ingenieuren und Wirtschaftsingenieuren am häufigsten betroffen sind. Aber auch Hardware- und Softwareentwickler sowie Support-Mitarbeiter, die eine Fremdsprache beherrschen sind gefragt. Nicht zuletzt spielt aber die praktische Erfahrung eine wichtige Rolle, wenn man zum Beispiel sämtliche IT Stellenangebote online durchforstet.

Teamgeist ist Pflicht
Eine der wichtigsten Voraussetzungen, neben der fachlichen Qualifikation und diversen Soft Skills, ist der Teamgeist, der in beinahe jeder zweiten Stellenanzeige verlangt wird. Weiter werden Kommunikationsbereitschaft und analytisches Denken verlangt.

Im Ausland erworbene Berufsabschl√ľsse sollen in Deutschland schneller anerkannt werden

25. März 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ CAMPUS OF EXCELLENCE

cc by flickr/ CAMPUS OF EXCELLENCE

Was in anderen EU-Staaten schon lange gang und gebe ist, war in Deutschland bisher nicht m√∂glich. Nicht selten mussten qualifizierte Ingenieure oder Wissenschaftler, die aus Nicht-EU-Staaten nach Deutschland kamen, ihr Geld mit Taxifahren oder √Ąhnlichem verdienen, da ihre Abschl√ľsse hier nicht anerkannt werden. Dies soll sich nun √§ndern.

In dieser Woche hat das Bundeskabinett einen entsprechenden Enwurf f√ľr ein √Ąnderungsgesetz verabschiedet, nach dem Abschl√ľsse und Qualifikationen aus nichteurop√§ischen L√§ndern schneller anerkannt werden. Experten gehen davon aus, dass rund 300.000 in Deutschland lebende Migranten davon profitieren k√∂nnten.

Die Beh√∂rden h√§tten damit in Zukunft drei Monate nach Vorlage aller Unterlagen wie Zeugnisse usw. Zeit um eine m√∂gliche Anerkennung des Abschlusses zu pr√ľfen. Wenn keine Gleichwertigkeit zu deutschen Abschl√ľssen festgestellt werden kann, dann m√ľssen die fehlenden Qualifikationen genau aufgelistet werden, damit eine entsprechende Weiterbildung m√∂glich ist.

Das Gesetz soll dem Fachkr√§ftemangel in Deutschland entgegenwirken und Zuwanderung f√ľr qualifizierte Berufsgruppen attraktiver machen. √úber den Gesetzesentwurf muss nun noch der Bundesrat beraten, ehe es in den Bundestag kommt.