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Firmenparkplatz: Frauen dĂŒrfen bevorzugt werden

25. November 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ Jesper2cv

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Viele halten FrauenparkplĂ€tze, wie man sie inzwischen in allen ParkhĂ€usern findet, fĂŒr eine gute Sache, denn schließlich werden meist Frauen tendenziell eher Opfer von Gewalt als MĂ€nner. Es gibt jedoch auch UmstĂ€nde, bei denen sich so manch einer nach der VerhĂ€ltnismĂ€ĂŸigkeit fragt. Solch ein Fall wurde vor dem Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz verhandelt.

Dabei ging es konkret um einen schwerbehinderten Krankenpfleger, der gegen seinen Arbeitgeber geklagt hatte, da er trotz seiner Behinderung keinen Firmenparkplatz bekam, der nah am Krankenhaus lag. Körperlich fitte Kolleginnen von ihm wurden jedoch FrauenparkplĂ€tze direkt an der Klinik zur VerfĂŒgung gestellt. Der Arbeitgeber hatte dies damit begrĂŒndet, dass bei ParkplĂ€tzen Frauen grundsĂ€tzlich vor MĂ€nner kĂ€men.

Die Richter gaben am Ende dem Arbeitgeber Recht und wiesen die Klage ab, denn die Gefahr, Opfer von Gewalt zu werden, sei fĂŒr Frauen deutlich grĂ¶ĂŸer als fĂŒr MĂ€nner. Solch eine Entscheidung sei nicht diskriminierend oder willkĂŒrlich. Die Behinderung des Krankenpflegers spiele dabei keine Rolle.

SelbststÀndigkeit: Frauen agieren meist anders als MÀnner

15. Juli 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ gcoldironjr2003

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In Deutschland machen sich immer mehr Menschen selbstÀndig, dabei fallen auch immer wieder Unterschiede zwischen MÀnnern und Frauen auf, die auch aktuelle Zahlen der Förderbank KfW belegen. Zwei Drittel der Frauen, die sich zwischen 2008 und 2010 selbstÀndig gemacht hatten, taten dies als Nebenerwerb. Bei den MÀnnern traf dies nur auf die HÀlfte zu.

Frauen wenden sich also meist kleineren Projekten zu, was zum großen Teil wohl weniger am Selbstbewusstsein liegt, sondern eher daraus resultiert, dass sie versuchen Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Dementsprechend starteten 76 Prozent der GrĂŒnderinnen ohne Mitarbeiter. Bei den MĂ€nnern seien dies zwei Drittel. 15 Prozent der Frauen setzen bei der GrĂŒndung keine Sachmittel oder Geld ein, was bei den MĂ€nnern nur bei neun Prozent vorkommt.

43 Prozent der Frauen streben eine SelbststĂ€ndigkeit in der eher persönlicheren Dienstleistungsbranche an, als beispielsweise in der Bildung, der Gesundheit oder im Unterhaltungswesen. 32 Prozent entscheiden sich fĂŒr wirtschaftliche Dienstleistungen wie als Maklerin oder Beraterin. Bei den MĂ€nnern gilt genau das Umgekehrte: 39 Prozent bieten wirtschaftliche Dienstleistungen an und 20 Prozent persönliche.

Frauen brechen ihre TĂ€tigkeit laut der KfW frĂŒher ab als MĂ€nner: Nach drei Jahren sind im Schnitt nur noch zwei Drittel als Frauen mit ihrem Betrieb tĂ€tig, wĂ€hrend es bei den MĂ€nnern drei Viertel sind. Dies lĂ€ge aber nicht an den Geschlechtsunterschieden, sondern vor allem daran, dass sich Frauen, wie bereits erwĂ€hnt, eher kleineren Projekten und NebentĂ€tigkeiten widmen, die sie dann schneller wieder abstoßen.