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EU-Rechtsvorschrift vor nationalem Recht

26. März 2012 Keine Kommentare

Wer plant seine Heimat zu verlassen und in seinen Wohnort in ein anderes Land zu verlegen hat einen Anspruch auf gesicherte Altersrente. Die in Deutschland gezahlten Beiträge werden weder erstattet noch in die zukünftige Wahlheimat übertragen, sondern bleiben in Deutschland registriert bis das Rentenalter erreicht ist. Der Antrag auf Rente wird in dem Land beantragt, indem der Rentenantragsteller wohnt.


Diejenige Behörde, indem die Rente dann beantragt wird, wendet sich an andere Behörden in ganz Europa, in denen der Antragsteller gearbeitet hat und in die Rentenkassen eingezahlt hat. Der Antragsteller bekommt dann von allen zuständigen nationalen Behörden Bescheide über die Rentenhöhe. Außerdem verfasst die zuständige Institution in der Wahlheimat des Antragstellers eine Liste über diese Bescheide.


Im Allgemeinen gilt daher, dass jedes Land, in dem in die Rentenkasse eingezahlt wurde einen Rentenanteil bezahlt. Dieser Rentenanteil berechnet sich wiederum aufgrund der Anzahl der jeweils in einem bestimmten Land gearbeiteten Jahre. Zu beachten ist, dass die Voraussetzungen der Rentenbezüge von Staat zu Staat durchaus stark differieren können. Beispielsweise kann das Renteneintrittsalter unterschiedlich hoch sein und die Auszahlung der Rente kann somit zu unterschiedlichen Zeiten beginnen. In einigen europäischen Staaten werden Rentenansprüche erst geltend ab einer bestimmten Anzahl von gearbeiteten Jahren. Dem Antragsteller werden in einem solchen Fall, sollte er weniger gearbeitet haben, nicht die Ansprüche aberkannt, sondern wird nach europäischem Recht behandelt.

Das bedeutet, dass ein Antragsteller durch europäische Rechtsvorschriften jeweils anteilig genau die ihm zu stehenden Anteile bekommt, die er auch in unterschiedlichen Ländern gearbeitet hat. Die ist ein enorm bedeutender Vorteil, da es jedem Menschen in Europa möglich macht in vielen unterschiedlichen Staaten zu arbeiten und dennoch keine Rentenansprüche zu verlieren.

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Umziehen in Europa – Welches Land ist fĂĽr meine soziale Sicherheit zuständig?

30. Dezember 2011 Keine Kommentare

Ist die Sicherheit im Ausland gewährleistet?
NatĂĽrlich sind mit einem Umzug ins Ausland und der Suche nach einer passenden Arbeit auch neue, landesspezifische Gesetze und Richtlinien verknĂĽpft. Besonders die soziale Sicherheit ist ein Punkt, welcher immer gewährleistet sein sollte, sei es im Heimatland oder im Ausland – und dies ist auch der Fall, egal in welchem Land man nun seinen Erwerb tätigt.
Die Staatsangehörigkeit alleine entscheidet jedoch nicht darĂĽber, welches Land fĂĽr die soziale Sicherheit eines Erwerbstätigen zuständig ist. Krankenversicherungen, Familienzulagen, ArbeitslosenunterstĂĽtzung als auch die RentenansprĂĽche richten sich nach dem staatlichen Gesetz, dem man angehört. Das bedeutet, dass das Land, in dem man lebt und arbeitet auch fĂĽr die soziale Sicherheit zuständig ist, auch wenn man im jenen Land als “Ausländer” gilt.

Eine Ausnahme dieser Regelung zeigt sich jedoch, wenn der Arbeitgeber einen Erwerbstätigen vorübergehend in ein anderes Land entsendet oder wenn man als Erwerbstätiger zeitgleich in mehreren verschiedenen Ländern arbeitet. Wer von seinem Arbeitgeber für einen Zeitraum von weniger als zwei Jahren in ein anderes Land entsendet wird, der erhält die soziale Sicherheit dennoch von dem Land, das man als seine Heimat gewählt hat, auch wenn man zeitweise in einem anderen Land lebt. So sollen Verwirrungen bezüglich der Regelungen gesetzlicher Verpflichtungen vermieden werden.
Arbeitet man zeitgleich in zwei Ländern, so ist jenes Land für die soziale Absicherung zuständig, in dem man mehr als 25 Prozent seiner Tätigkeiten ausübt, ebenso wenn man dort nicht wohnt.



Welche Vorteile ergeben sich daraus, wenn man international arbeitet?

Die FreizĂĽgigkeit bietet jenen Vorteil, das man nicht fest an einen Wohnort oder ein Land gebunden ist. Die soziale Absicherung wird in jedem Land gewährleistet, was bedeutet, dass einem als Erwerbstätigen sämtliche Optionen bezĂĽglich beruflicher Entscheidungen offen stehen. Man ist frei in der Entscheidung, sich fĂĽr eben jenes Land zu entscheiden, das einem ein gutes Jobangebot macht oder in dem man mehr verdienen kann, als in dem Land, dessen Staatsangehörigkeit man besitzt. Zeitgleich ist das internationale Arbeiten aber auch von Erfahrungen multikultureller Ebenen geprägt. Ein ethischer Aspekt ist also auch vorhanden. Der Clip “Welches Land ist fĂĽr meine soziale Sicherheit zuständig?” erklärt die EU Regeln, die bestimmen, welches Land fĂĽr die soziale Sicherheit einer in einem anderen EU-Land arbeitenden Person zuständig ist.

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