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Ingenieurpsychologie: Studium, Gehalt und Jobs

Ingenieurpsychologie – Verbindung von Psychologie mit Technik

Ein recht innovatives Studium, welches die Bereiche Psychologie und Technik miteinander vereint, ist das Studium der Ingenieurpsychologie, welches an der Hochschule Furtwangen als separater Bildungsgang angeboten wird. Dort kann in diesem spannenden Bereich der Bachelor of Science erworben werden. Wir wollen diesen Studiengang sowie die späteren Berufschancen in diesem innovativen und sehr gefragten Beruf im Folgenden kurz darstellen. Man erfährt alles über die Voraussetzungen, den Bildungsgang, die Berufs- und Karrierechancen sowie die Fachhochschule, an welcher dieses Studium angeboten wird.

Welche Voraussetzungen benötige ich, um Ingenieurpsychologie studieren zu können?

Wer Ingenieurspsychologie studieren möchte, benötigt zunächst einmal das Vollabitur oder Fachabitur. Dieses kann man üblicherweise in seiner Regelschulzeit am Gymnasium oder auch einem Berufskolleg erwerben. Anschließend muss man sich an der Hochschule Furtwangen für diesen Bildungsgang bewerben. Bei erfolgreicher Annahme kann dann endlich das Studium, welches aus insgesamt sieben Semestern besteht, beginnen.

Verbindung von Psychologie mit Technik

Das Studium der Ingenieurpsychologie verbindet Psychologie mit Technik. So spielt neben dem Faktor „Mensch“ und dessen Verhalten und kognitive Fähigkeiten (psychologischer Schwerpunkt) die Produktgestaltung (technischer Schwerpunkt) im Studium eine Rolle. Es soll die Kompetenz erworben werden, die Anforderungen, Grenzen und Zuständigkeiten zwischen Mensch und Maschine besser verstehen zu können. 

Der Bedarf für dieses innovative Studium wurde in den letzten Jahren erkannt, da die Technisierung in den Unternehmen und der Gesellschaft weiter voranschreitet. Wichtig in diesem Zusammenhang ist das intuitive Verständnis von modernster Technik wie Industrierobotern, Medizintechnik oder Multimedia-Technik. Neben den technischen Möglichkeiten spielt die Usability, also die Anwenderfreundlichkeit, eine bedeutende Rolle. Genau diesen Zusammenhang verstehen, bewerten und verbessern zu können ist die spätere Aufgabe eines Ingenieurpsychologen. Nutzererlebnis und User Experience sind Kernbegriffe der Ingenieurpsychologie.
Aber auch die Auseinandersetzung mit der Arbeit selbst ist ein wichtiges Element des Studiums, weshalb der Arbeitspsychologie Studiengang ebenfalls sehr populär ist.


Kooperation von Hochschule und Industrie

Der Hochschulcampus Tuttlingen arbeitet eng mit über 100 Unternehmen zusammen. Das hilft den Studenten dabei, schon frühzeitig Netzwerke mit Firmen, der Industrie und den dortigen Fach- und Führungskräften zu knüpfen. Durch diese Win-win-Situation ist es für die Kooperationspartner einfacher, dem herrschenden Fachkräftemangel in Deutschland entgegenzuwirken, und den Studenten bieten sich hervorragende Berufschancen direkt nach Beendigung des Studiums. Zahlreiche Exkursionen und studentische Projekte in den Firmen sind Teil des Ausbildungsprogramms. So erhält man recht tiefe Einblicke in das wahre Berufsleben abseits des theoretischen Uni-Alltags. Theorie und Praxis werden durch die Kooperation von Hochschule und Wirtschaft auf ideale Weise miteinander verknüpft.


Ziel des Studiums zum Ingenieurpsychologen

Ziel des Studiums zum Ingenieurpsychologen ist es, dass man zum einen ein Verständnis des Menschen als Ganzes erhält und darüber hinaus auch ein umfangreiches technisches Wissen erlangt werden soll. Durch das erlangte Wissen begegnet man den aktuellen und zukünftigen Anforderungen in der Wirtschaft und der Gesellschaft und sorgt für Effizienz und Effektivität auf allen Arbeitsebenen.

Lerninhalte des Studiums

Zunächst einmal erfährt man in die insgesamt sieben Semestern alles über die allgemeinen Grundlagen und die Geschichte der Psychologie. Später sind spezielle Bereiche wie die kognitive Psychologie, Arbeits- und Organisationspsychologie und die psycho­logische Methodenlehre wichtige Bestandteile. 

Weitere Bausteine, die aus dem eher technischen Bereich gelehrt werden, sind Mensch-Maschine-Systeme, Menschenzentrierte Gestaltung, Ergonomie, allgemeine technische Grundlagen sowie Management- und Arbeitstechniken. Der „Human Factor“ steht immer im Zentrum der Lerninhalte.

Welche Karrierechancen hat ein Ingenieurpsychologe und welche Jobs?

Vor allem in Bereichen wie der Medizintechnik, der Informationstechnik oder in der Sport- und Freizeitartikelbranche sind ausgebildete Ingenieurpsychologen sehr gefragt. Als Fachkraft mit einem hohen Bildungsabschluss hat man hervorragende Berufs- und Karrierechancen.

Welche Arbeitsfelder / Aufgabengebiete hat ein Ingenieurpsychologe?

Ein Ingenieurpsychologe hilft in Unternehmen bei der Produktgestaltung und Produktentwicklung. Vor allem beim Interaktionsdesign, welches sich mit der Gestaltung von Mensch-Maschine-Schnittstellen befasst ist er sehr wichtig. Zudem gehören das Produkt- und Projektmanagement sowie die empirische Forschung und Methodenentwicklung zu den Arbeitsfeldern. Man arbeitet in den Firmen meist in interdisziplinären Teams, d. h. die Kollegen sind Experten aus anderen Studienbereichen wie Medizin, BWL, Chemie, Physik oder anderen Wissenschaften. Ingenieurpsychologen haben auch beratende und dienstleistende Aufgabenfelder und führen z. B. in Unternehmen Schulungen durch.


Die Hochschule Tuttlingen

Hochschulcampus Tuttlingen der Hochschule Furtwangen bietet den Unentschlossenen, die ein Studium zum Ingenieurspsychologen als eine Möglichkeit ins Auge fassen, etwas ganz Besonders, welches den potenziellen Studenten sehr weiterhelfen kann, um die richtige berufliche Orientierung finden zu können. 

Das Einstiegssemester „Orientierung Technik“ macht dies möglich. Im Zeitraum eines halben Jahres können Studenten in die Fachgebiete „Ingenieurpsychologie“, „Mechatronik Digitale Produktion“,“ Medizintechnik – Technologien und Entwicklungsprozesse“ sowie „Werkstoff- und Fertigungstechnik“ hineinschnuppern. So können Sie sich von der Hochschule ein eigenes Bild machen und erhalten die Möglichkeit festzustellen, welcher der Studiengänge am meisten zu ihnen passt.

Tuttlingen gilt als Weltzentrum der Medizintechnik und gehört zu den wirtschaftsstärksten Regionen Deutschlands. Gerade aus diesem Grunde bietet die dortige Hochschule den idealen Standort, um Kontakte in die Wirtschaft zu knüpfen und mit den Unternehmen vor Ort eng zu kooperieren.


Verdienstchancen und Gehalt als Ingenieurpsychologe

Als Ingenieurpsychologe ist man hoch ausgebildete Fachkraft, was sich natürlich auch im Gehalt widerspiegelt. So liegt das Einstiegsgehalt in diesem Berufsfeld bei über 42.000 Euro Brutto pro Jahr. Damit verdient man im Vergleich zur gesamten arbeitenden Bevölkerung sehr gut.

Aufstiegschancen und Weiterbildungen

Wer das Studium zum Bachelor of Science erfolgreich beendet hat, kann anschließend an der Hochschule Tuttlingen zudem den Master im Studiengang „Human Factors“ erwerben, welcher aus weiteren drei Semestern besteht. Für den Fall, dass man seinen Master erfolgreich erwirbt, winken natürlich noch bessere Verdienstchancen. Man kann sagen, dass man bei passenden Unternehmen äußerst begehrt und gefragt ist.

Fazit

Das Studium zum Ingenieurpsychologen bietet eine sehr interessante Möglichkeit, um die Bereiche der Psychologie und der Technik zu vereinen. Wer sich für beide Themengebiete sehr interessiert und den „Human Factor“ in unserer Gesellschaft als sehr wichtig erachtet und diesen interdisziplinär betrachten möchte, für den könnte dieser Beruf, der zudem sehr gute Verdienst- und Karrieremöglichkeiten bietet, als Wahl sehr interessant sein.

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